Seelenverwandte

In einer Bibliothek (ja, es war in der Bibliothek und nicht im Zoo und nicht in der Tierhandlung) traf ich einen seltsamen "Arbeiter". Auf dem Tisch stand ein Käfig mit einem sehr hübschen Papagei.

Ich erkannte seinen Namen nicht auf die gewöhnlichste Weise. Der gefiederte "Bibliothekar" stellte sich vor:

Charlie, Charlie! Hallo Charlie! - Ein Vogel schrie mit einer wundervollen, völlig anderen menschlichen Stimme.

Gefiederter Bibliothekar.

Aber als ich genau hinsah, bemerkte ich, dass der Vogel nicht mit mir spricht. Gegenüber dem Papagei war ein Spiegel. Charlie redete mit seinem Spiegelbild!

- Charlie! Charlie ist gut! - Er gurrte weiter. Der Papagei näherte sich vorsichtig dem Glas und rieb sich mit dem Schnabel über das Bild. Er schien niemanden schöner als sich selbst zu sehen. Diese aufrichtige Bewunderung war in all seiner Gestalt!

Mein erster Gedanke war: "Wow, wie ein Mann!"

Ich erinnere mich oft an Charlie, wenn ich zum Beispiel mein Spiegelbild in den Schaufenstern bewundere und meine Mutter sarkastisch in der Nähe spaziert:

- Schau! Gläser knacken! Jetzt platzen!

Oh Charlie, Charlie! Wie sehr sind wir uns mit dir ähnlich! Mensch und Vogel!

Der Autor der Geschichte ist Alexander Vlasov.

Sehen Sie sich das Video an: Deswegen solltest du nicht mit deinem Seelenverwandten ausgehen (Februar 2020).

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