Tibetischer Fuchs: kleinste in der Familie

Der tibetische Fuchs ist der kleinste Vertreter der gesamten Fuchsgattung. Sein lateinischer Name ist Vulpes ferrilata.

Ihr Körper hat eine Länge von ca. 60-70 cm, einen flauschigen Schwanz von 30-45 cm und ein Gewicht von 4 bis 5,5 kg.

Ein dicker und dichter Pelzkragen um den Hals lässt den Kopf des tibetischen Fuchses unverhältnismäßig groß erscheinen. Das Gesicht dieses Fuchses hat einen so distanzierten, ruhigen Ausdruck, dass man denken könnte, dass sie ständig meditiert. Anscheinend hilft die gesamte Energieatmosphäre Tibets dabei, den Geist auch bei Tieren zu entspannen.

Tibetischer Fuchs (Vulpes ferrilata).

Obwohl das Leben dieser Kreaturen eigentlich nicht so heiter ist. An den Orten, an denen sie leben, sind sehr große saisonale Temperaturschwankungen zu beobachten: von +30 Grad Celsius im Sommer bis -40 Grad im Winter. Ja, und konstant starke Winde. Diese klimatischen Merkmale erklären das Vorhandensein dieses Fuchses mit einem so dicken und dichten Fell mit einem dichten Unterfell. Dank ihm fühlt sich das Tier sowohl im Winter als auch im Sommer geschützt.

Der häufigste tibetische Fuchs kommt in den tibetischen Halbwüsten und unzugänglichen Steppen im Nordwesten Indiens sowie in Nepal nördlich des Himalaya vor. Ihr Lebensraum fällt mit dem Lebensraum der Pikas zusammen, die die Hauptbeute für tibetische Füchse sind. Aber an einigen Orten, aufgrund der Tatsache, dass die chinesischen Behörden den Pika rücksichtslos zerstören, sind diese Tiere vollständig verschwunden, so dass tibetische Füchse nach neuen Orten suchen müssen, um zu leben.

Tibetische Füchse fressen in grossen Mengen den Pika.

Aber nicht nur Pikas gehören zum Speiseplan der tibetischen Füchse. Mit nicht minderem Vergnügen fressen sie Kaninchen, kleine Landvögel, ihre Küken und Eier. Sie lehnen Insekten, Eidechsen und Beeren nicht ab und verachten nicht einmal Aas. Die Farbe dieser Tiere ist ziemlich ungewöhnlich: Ihr Fell verfärbt sich von oben nach unten von rostbraun im Rücken zu grau neben dem Bauch. Der Bauch selbst sowie die Schwanzspitze sind weiß. Dank dieser Farbe können gerissene Füchse in dem Moment, in dem sie sich an ihre Beute anschleichen, praktisch mit dem Horizont verschmelzen.

Die Fuchsjagd findet paarweise statt.

Tibetische Füchse gehen paarweise auf die Jagd. Die Beute wird ehrlich miteinander geteilt. Sie treten in ein geschlechtsreifes Alter von 10-11 Monaten ein, wählen ein Paar aus, mit dem sie zusammenleben, bis einer der "Ehepartner" stirbt. Frauen gebären Jungen für ungefähr zwei Monate. Sie bringen eine Höhle zur Welt, in der 2 bis 5 Jungen geboren werden, die zum Zeitpunkt der Geburt völlig nackt sind. Eine fürsorgliche Mutter bleibt lange bei Füchsen und ein nicht weniger fürsorglicher Vater bringt ihnen Essen.

Tibetische Füchse bringen etwa zwei Monate lang Nachwuchs zur Welt.

Nach ein paar Wochen verlassen die Kinder das Tierheim, bleiben aber gleichzeitig nicht hinter ihrer Mutter zurück. Zu dieser Zeit füttern die Eltern sie mit frischem Fleisch. Die Füchse leben zusammen mit ihren Eltern, bis sie selbst erwachsen sind und eine eigene Familie gründen.

Tibetische Füchse sind nicht gesprächig. Sie erlauben sich nur, im Familienkreis mit sich selbst zu "reden", und dieses "Gespräch" wird durch leises Bellen geführt. Sie sind freundliche Tiere, die nicht in Konflikt mit ihren Nachbarn über Futterflächen geraten. Darüber hinaus können mehrere Paare gleichzeitig auf demselben Gebiet jagen.

Vertreter der Art leben 10 Jahre.

Die Lebenserwartung der tibetischen Füchse beträgt maximal zehn Jahre, in freier Wildbahn werden sie jedoch nicht immer fünf Jahre alt. Haushunde töten sie aus und die Menschen selbst jagen diese Tiere wegen ihres Fells. Mützen bestehen aus Fuchsfellen, die als guter Schutz vor Wind und Regen dienen. Der besondere Wert der Fellprodukte dieser Tiere unterscheidet sich zwar nicht.

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