Probleme mit der Ostsee

Die Ostsee ist das kontinentale Binnengewässer Eurasiens, das in Nordeuropa liegt und zum Atlantikbecken gehört. Bei den Ozeanen erfolgt der Wasseraustausch über die Meerengen Kattegat und Skagerrak. Mehr als zweihundert Flüsse münden ins Meer. Sie tragen das Schmutzwasser, das in den Wasserbereich fließt. Schadstoffe haben die Selbstreinigungsfähigkeit des Meeres erheblich beeinträchtigt.

Welche Substanzen belasten die Ostsee?

Es gibt mehrere Schadstoffgruppen, die die Ostsee schädigen. Zuallererst sind es Stickstoff und Phosphor, die Abfälle aus Landwirtschaft und Industrie sind und im kommunalen Abwasser von Städten enthalten sind. Diese Elemente werden in Wasser nur teilweise verarbeitet, wobei Schwefelwasserstoff freigesetzt wird, der zum Tod von Meerestieren und -pflanzen führt.
Die zweite Gruppe von Gefahrstoffen sind Schwermetalle. Die Hälfte dieser Elemente fällt durch atmosphärischen Niederschlag aus, ein Teil durch kommunales und industrielles Abwasser. Diese Substanzen führen bei vielen Meeresbewohnern zu Krankheiten und zum Tod.

Die dritte Gruppe von Schadstoffen ist vielen Meeren und Ozeanen nicht fremd - dies ist eine Verschüttung von Ölprodukten. Auf der Wasseroberfläche bildet sich ein Ölfilm, der den Sauerstoff nicht passieren lässt. Daran sterben alle marinen Pflanzen und Tiere im Umkreis des Ölteppichs.

Die Hauptverschmutzungswege der Ostsee:

  • direkte Abflüsse ins Meer;
  • Rohrleitungen;
  • schmutziges Flusswasser;
  • Unfälle an Wasserkraftwerken;
  • Schiffsbetrieb;
  • die Luft.

Was ist die Verschmutzung der Ostsee?

Neben der industriellen und kommunalen Umweltverschmutzung gibt es auch schwerwiegendere Verschmutzungsfaktoren für die Ostsee. Erstens ist es chemisch. So wurden nach dem Zweiten Weltkrieg etwa drei Tonnen Chemiewaffen in die Gewässer dieser Wasserfläche geworfen. Es enthält nicht nur schädliche, sondern auch äußerst giftige Substanzen, die für das Leben im Meer tödlich sind.
Ein weiteres Problem ist die radioaktive Kontamination. Viele Radionuklide gelangen ins Meer, die von verschiedenen Unternehmen in Westeuropa abgegeben werden. Darüber hinaus gelangten nach dem Unfall von Tschernobyl viele radioaktive Stoffe in das Gewässer, wodurch auch das Ökosystem geschädigt wurde.

All diese Schadstoffe haben dazu geführt, dass auf einem Drittel der Wasseroberfläche des Meeres praktisch kein Sauerstoff vorhanden ist, was zu Phänomenen wie „Todeszonen“ mit einer hohen Konzentration giftiger Substanzen geführt hat. Und unter solchen Bedingungen kann kein Mikroorganismus existieren.

Sehen Sie sich das Video an: Ist die Ostsee noch zu retten? Dirk Steffens (Januar 2020).

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