In Madrid fand eine Kundgebung gegen den Stierkampf statt

"Wenn Spanien im Stierkampf steht, bin ich kein Spanier", sagte ein Demonstrant, der aus Sevilla zu einer Kundgebung in der spanischen Hauptstadt kam. An diesem Samstag gingen Tausende von Spaniern auf die Straße von Madrid, um einer so kontroversen kulturellen Tradition dieses Landes wie dem Stierkampf ein Ende zu setzen.

Die Proteste begannen, als es den Viehzüchtern gelang, den Stierkampf auf einem berühmten Festival zu verbieten, das mit dem Tod des Matadors endete. Dann verbot die Regierung von Leon und Kastilien das Töten von Bullen auf Stadtfesten. Jetzt haben die Proteste Madrid erreicht, wo die Demonstranten Plakate mit der Aufschrift "Stierkampf ist eine nationale Schande" und "Stierkampf ist eine Schule der Grausamkeit" hielten. Unter anderen Parolen ist Folgendes zu beachten: „Stiere fühlen und leiden“ und, besonders unangenehm für die spanische Königsfamilie, „Stierkämpfe und Bourbons in Museen“. Laut den Demonstranten sollte die Folter von Tieren auf gesetzlicher Ebene festgelegt werden. Gleichzeitig gaben einige Demonstranten zu, dass unter ihren Verwandten und Vorfahren auch leidenschaftliche Fans dieser blutigen Unterhaltung waren.

In Madrid fand eine Kundgebung gegen den Stierkampf statt.

Ein Vertreter einer Partei, die gegen Tierquälerei kämpfte, sagte, dass Spanien alle blutigen Schauspiele, einschließlich des Stierkampfs, beenden sollte.

Es ist jedoch anzumerken, dass letztes Jahr in Spanien „Pro-Corrida“ -Lobbys geschaffen wurden, die aus Matadoren, Züchtern, Stierkampflieferanten und Bewunderern dieser Unterhaltung bestehen. In letzter Zeit haben Anhänger dieser kontroversen Tradition eine Reihe von Protesten abgehalten, um die Position des Stierkampfs zu verteidigen. Ein solches Treffen im Osten Valencias, einer Art Stierkampfhauptstadt, zog im März dieses Jahres Tausende von Menschen an.

Das Bild eines Stiers mit der Aufschrift "live" ist zu einem der Symbole der Kundgebung geworden.

Trotz des Status des „Stierkampfs“ in Valencia war dort eine Tradition wie „Bous embolats“ verboten, bei der brennende Fackeln an den Hörnern eines ungebundenen Stiers befestigt werden. Nach Angaben der spanischen Medien fanden im Jahr 2015 1736 Stierkämpfe im Land statt, 132 weniger als im Vorjahr. Die Befürworter des Stierkampfs wollen jedoch nicht aufgeben, weil sie glauben, dass der Stierkampf eine Kunst ist, die ebenso Teil der nationalen Kultur wie der Flamenco ist.

Sehen Sie sich das Video an: Halbnackt und 'blutüberströmt': Protest gegen Stierhatz (Dezember 2019).

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