Permanente Massenbestattung alter Tiere in der Region Perm entdeckt

Die Geschichte mit den fossilen Überresten alter Tiere begann vor sechs Jahren - im Jahr 2010, als einem der lokalen Fischer im Bezirk Okhansky des Perm-Territoriums ein Stoßzahn auf den Kopf fiel. Die Experten dachten zunächst, dass es sich um ein Mammut handelt, was kaum ein herausragendes Ereignis ist, da die Überreste von Mammuten fast überall zu finden sind. Durch eine spezielle Expedition gelang es den Spezialisten jedoch, einen Zahn zu finden, der nicht zum Woll-, sondern zum Steppenmammut gehörte.

Unsere Vorstellungen von Mammuten beziehen sich hauptsächlich auf das bekannte Wollmammut, aber nur wenige Menschen wissen, dass sein Vorfahre das Steppenmammut (Trogonterium-Elefant) war, das vor ungefähr 800.000 Jahren erschien und ungefähr 600.000 Jahre "lebte". Er hatte keine Wolle und lebte in relativ warmen Gegenden.

In Perm wurde ein Steppenmammut entdeckt.

Die Einzigartigkeit des Perm-Fundes liegt in der Tatsache, dass es in Russland heute nur noch sechs Skelette des Trogonterium-Elefanten gibt. Nach der Ausgrabung wurden die Stoßzähne und Zähne mit Unterkiefer, Rippen, einem Teil des Schulterblatts, Ulnaknochen und Wirbeln versehen. Leider ist der Schädel nicht erhalten geblieben. Aber neulich wurden die Überreste eines anderen Elefanten entdeckt - große Knochen der Gliedmaßen und ein Teil des Unterkiefers mit einem Zahn.

Laut Evgeny Mashchenko, dem Forschungsleiter der Expedition des Perm-Heimatmuseums zur Ausgrabung des Trohonteriums, war dies der einzige Ort in Russland, an dem zwei Elefanten gleichzeitig entdeckt wurden.

Die Nachkommen des Trogonteriums waren mit Wolle bedeckt und mehr verdrehte Stoßzähne wurden "gefangen".

Neben den Überresten der Steppenmammute wurden Fragmente eines Pferdes, eines großhörnigen Hirsches, einer alten Elchfrau und der Kiefer eines Säugetiers, das angeblich ein Fuchs war, gefunden. Laut Jewgenij Maschtschenko floss nach den Vorkommen am Fund zunächst ein Fluss und dann bildete sich ein Gewässer mit stehendem Wasser - wahrscheinlich ein See oder ein Sumpf. Dadurch konnten auch vegetative Pflanzenstämme erhalten werden, was nur in einer sauerstofffreien Umgebung möglich ist.

Der großhörnige Hirsch ist ein weiterer "Teilnehmer" an Ausgrabungen in Perm.

In den Tiefen der Terrasse, die an den Rand der Ausgrabungen grenzt, wurden Fragmente von Stuckkeramik entdeckt, die angeblich zwischen 1700 und 2300 Jahre alt sind. Wenn die Ausgrabungen und die damit verbundenen Arbeiten abgeschlossen sind, werden die Überreste des Steppenmammuts in das Heimatmuseum von Perm überführt.

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